Campbell-Zwerghamster (Phodopus campbelli)

Vorkommen:

Der Campbell-Zwerghamster kommt in der Natur in der Mongolei, in Teilen von Süd- bis Zentral-Sibirien und der Mandschurei sowie in Nordost-China vor.

Früher wurde angenommen dass es sich beim Campbell-Zwerghamster um eine Unterart des Dshungarischen Zwerghamster handle. Mittlerweile erlangten die Campbells jedoch Artstatus. Es ist also nicht erstrebenswert, Dshungarische und Campbell-Zwerghamster miteinander zu kreuzen! Derartige Kreuzungen können durchaus "gut gehen", arten jedoch in den meisten Fällen zu kleinen Katastrophen aus. Im schlimmsten Fall überleben weder Mutter noch Nachwuchs eine Mischlingsgeburt. In der Natur würden sich diese beiden Arten wohl niemals miteinander paaren. Von derartigen Experimenten wird strengstens abgeraten.

Unterschiede Dshungarischer und Campbell-Zwerghamster:

Viele Halter haben Schwierigkeiten, den Dshungarischen vom Campbell-Zwerghamster zu unterscheiden. In der Tat sehen sich die beiden Arten auf den ersten Blick sehr ähnlich. Auf den zweiten Blick erkennt der aufmerksame Betrachter aber durchaus Unterschiede, am deutlichsten bei der Fellfärbung der Wildformen: Der Dshungarische Zwerghamster ist oben graubraun gefärbt, der Bauch grauweiß und die Pfoten sind weiß, ebenso wie das kurze Schwänzchen. Auf jeder Körperseite verläuft eine Linie, die drei Bögen aufweist (Dreibogenlinie); diese bildet die optische Grenze zwischen der Körperober- und -unterseite. Der Aalstrich auf dem Rücken ist schwarz. Die Campbell-Zwerghamster sind oben dagegen Gelbbraun gefärbt, der Bauch ist weiß, ebenso wie die Pfoten und der Schwanz. Der Aalstrich ist bei ihnen dunkelbraun. Auch die Campbells weisen auf jeder Körperseite die Dreibogenlinie auf. Alle wildfarbenen Zwerghamster haben schwarze Augen.

Die Mindestgröße für ein Zwerghamstergehege ist 80 x 40 x 40 (L x T x H). Die Mindestgröße sollte auf keinen Fall unterschritten werden. Ideal wären Käfige mit mehreren Ebenen. Bei Gitterkäfigen muss darauf geachtet werden das die Stäbe max. 0,7 cm auseinander stehen. Zwerghamster können sich nämlich unglaublich flach machen. Natürlich sind auch Aquarien bzw. Terrarien bestens für einen Zwerghamster geeignet. Vorraussetzung ist ein gut durchlüftender Deckel der aber trotzdem ausbruchsicher ist.

Als Einstreu eignet sich am besten Holzspäne aus dem Zoofachhandel. Heu wird sehr gerne als Nistmaterial verwendet, ganauso gut eignet sich auch ungefärbtes, geruchloses Toiletten- und Küchenpapier. Speziell im Fachhandel angebotene Hamsterwatte sollte vermieden werden da es schon zu einigen Unfällen kam wo sich Hamster die Füßchen abgeschnürt haben. Es sollten auch immer mehrere Unterschlüpfe geboten werden, da Zwerghamster gerne Schlafplatz wechseln. Häuschen aus Holz und Ton werden bevorzugt. Campbells lieben es wenn ihr Gehege ab und zu verändert wird also sind Abwechslung und Kreativität gefragt. Klettergerüste, Papprollen und Laufrad sollten immer vorhanden sein, da sich der Hamster sonst womöglich langweilt. Ein Sandbad wird meistens dankend angenommen, es dient u.a. auch zur Fellpflege.

In den Tierhandlungen werden diverse Futtermischungen angeboten. Das geeignete Trockenfutter besteht meist aus vielen kleine Pflanzensamen.

Hier eine kleine Auswahl der meist erhältlichen Trockenfutterbestandteile:
Fetthaltiges Futter:
Gelegentlich kann der Speiseplan der kleinen Nager auch mit Zutaten aus der Küche bereichert werden.
Frischfutter:
Da Campbell-Zwerghamster besonders zur Diabetes neigen, sollten von Anfang an eine fettarme, ballaststoffreiche Kost bekommen und sollten kein Obst oder andere süßen Nahrungsmittel zu fressen bekommen.

Gemüse: …und natürlich das Beste aus dem Garten wie
Natürlich muss immer ein Trinkfläschchen dem Hamster zu Verfügung stehen.

Wichtige Daten:
Die kleinen Nager werden bis zu 102mm lang. Ausgewachsenen Campbells haben im Sommer in der Natur ein ungefähres Gewicht von 45g und im Winter etwa 26g. In menschlicher Obhut werden die Tiere aufgrund der guten Futterversorgung natürlich schwerer (bis etwa 50g).

Die Trächtigkeitsdauer liegt zwischen 17-20 Tagen und die Wurfgröße ist ganz unterschiedlich, zwischen 2 und 8 Jungen.

Campbells werden mit etwa 6 Wochen geschlechtsreif aber mit der Verpaarung sollte man mindestens bis zu einem Alter von drei Monaten warten.